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Montag, 18. Juni 2018, 02:43

Alles steht Kopf



Originaltitel: Alles steht Kopf

Engl. Titel: Inside Out
Herkunftsland/Produktionsjahr: USA/2015
Genres: Drama, Abenteuer, Komödie
Regie: Pete Docter
Drehbuch: Pete Docter
Vorlage: Original
Release (J/D/US): weltweit 2015

Alles steht Kopf in drei Sätzen: Die junge Riley wird
aus ihrem Leben im Mittleren Westen der USA entrissen und
zieht mit ihren Eltern nach San Francisco. Dabei wird sie von
ihren Gefühlen - Freude, Angst, Wut, Ekel und Traurigkeit -
geleitet. Ihre Gefühle werden als verschiedene Charaktere
dargestellt und zeigen so den inneren Kampf, den sie während
ihres Alltagslebens führt.

Inhalt: Zuerst lernt man auf humorvolle Art die
Funktionsweise kennen, wie die Gefühle in Rileys Gehirn
funktionieren. Angefangen mit der Geburt, dem ersten
Gedanken, der Entwicklung der Gefühle. Diese Tauchen nach und
nach auf und stellen sich vor. Die Charaktere reagieren auf
die Umwelt und zeigen, was man oft so für Gedankenspiele hat,
seien sie bewusst oder unbewusst. Und einschneidende
Erlebnisse werden von den jeweiligen Gefühlen in den
Erinnerungen verwurzelt. Dabei sind alle darauf bedacht, dass
Riley hauptsächlich positive Gefühle - Erinnerungen mit
positiven Gefühlen speichert. Somit drängt sich die Freude in
den Vordergrund und versucht die Gruppe zu leiten. Auf
jedenfall bilden viele Erinnerungen zu bestimmten Themen
dann auch Rileys Interessen und was ihr wichtig ist. Diese
Gedankeninseln, die sich dort bilden, werden auch ständig
gepflegt und aktualisiert.

Spoiler Spoiler

Aber dann kommt es, wie es kommen muss. Das Leben
ist halt nicht immer nur Zuckerschlecken. Die Familie zieht
mit Riley vom Land in die Stadt. Also weg von ihren Freunden,
von ihrem Haus und in eine andere Schule. Eines ihrer Hobbies
ist Eishockey und in der neuen Mannschaft hat sie erstmal
Pech im Spiel. In der Schule macht sie sich lächerlich und
ihre Eltern missverstehen sie auch noch. Die Traurigkeit
macht sich breit und ihre fröhlichen Erinnerungen fangen an
zu wackeln und einzubrechen. Die ganzen negativen Ereignisse
reißen alles ein und die Freude und die Traurigkeit fallen
mit in ein tiefes Loch. Was zurück bleibt sind Angst, Wut und
Ekel, die jetzt allein die Steuerung übernehmen müssen. Die
Freude und die Traurigkeit müssen sich erst wieder aus den
Trümmern kämpfen und sind so lange nicht zu erreichen. Was
hier passiert, haben schon viele erlebt. Wenn
einem Freude und Traurigkeit fehlt, erleidet man eine
Depression. Wird Riley diese Probleme überstehen?




Fazit: Die Pixar Filme von Pete Docter mag ich
wirklich am liebsten. Ich finde, es sind wundervolle Dramen
und bei Alles steht Kopf hab ich auch wieder Rotz und Wasser
heulen können. Man schaut sich diesen Film an, macht dieses
Abenteuer der Gefühle mit und merkt erst mit der Zeit, was
man dort eigentlich mitmacht. Was dieses Abenteuer bedeutet.

Spoiler Spoiler

Dass Riley hier eine Depression durchlebt, wird
einem nicht direkt auf die Nase gebunden. Aber man kennt die
Anzeichen und erkennt Parallelen. Der Film holt einen nicht
unbedingt aus einer Depression aber er hilft sie vielleicht
besser zu verstehen. Er verhilft einem wenigstens zu weinen.
Das ist wichtig und wer es noch nicht wusste, bekommt das
auch in diesem Film gezeigt.


Quelle: Filmdaten von www.imdb.com

- I give this film an A

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »BenChi« (19. Juni 2018, 01:37)


2

Montag, 18. Juni 2018, 07:50

Der Film dreht sich um Depressionen? O.o Das ist mir selbst nie aufgefallen.

Ich habe ihn aber auch nur einmal gesehen und wäre ich nicht so geizig wäre ich aus dem Kino gegangen.... aber ich hab ihn damals in Schweden gesehen und da ist Kino nochmal teurer als bei uns.
Heißt, mir hat der Film überhaupt nicht gefallen. Sehr vorhersehbar, sehr einfallslos vom Storytelling, unsymphatische Charaktere.

Grundidee super - Umsetzung mangehaft.

Einzig die Katze am Ende war witzig.

3

Montag, 18. Juni 2018, 23:04

Ich muss gestehen, mir ging's da ähnlich wie Maddi. Bin mit dem Film einfach nicht warm geworden und er zählt für mich neben "Findet Nemo" zu den bisher schlechtesten Pixar-Filmen.

Das Konzept der personifizierten Emotionen, die im Oberstübchen eines jeden Menschen sitzen und diesen steuern, ist interessant und erinnert ein wenig an Klassiker wie „Es war einmal das Leben“. Auch nett die Idee mit den Persönlichkeitsinseln oder dem Traumkino.

An sich hätte man eine Menge draus machen können, aber anders als zum Beispiel bei „Oben“, wo ich sofort mit Hauptfigur Carl sympathisieren konnte (einfach weil seine Geschichte herzzerreißend in nur wenigen Minuten erzählt wurde), gingen mir die meisten Charaktere in „Alles steht Kopf“ nur auf den Keks. Von Sympathie keine Spur.
Es ist klar, dass die Emotionen sich ihrer Gesinnung entsprechend verhalten müssen (Freude – fröhlich, Kummer – traurig, usw.), doch hier habe ich ein gewisses Fingerspitzengefühl vermisst. Man hat ihnen keine wirkliche Persönlichkeit gegeben, sondern sie weitestgehend nur auf eine Sache reduziert, was sie leider für mich eher langweilig machte.

Bing Bong konnte ich noch weniger abgewinnen, der reinste Nervtöter. Und auch mit Riley konnte man nicht wirklich mitfühlen, weil es im Film ja eben so dargestellt wird, dass sie eigentlich nur die Marionette ihrer Emotionen ist, ich habe sie daher weniger als „Person“ wahrgenommen, sondern nur als Mittel zum Zweck.

Die Animationen waren natürlich topp, keine Frage, und was die Charas angeht, fand ich Ekel nicht schlecht. Sie war aber eben auch die Einzige und da sie ja insgesamt recht wenig Screentime hatte, konnte das den Film für mich leider auch nicht mehr retten.

4

Donnerstag, 21. Juni 2018, 18:12

Ich glaube Findet nemo als einen der schlechtesten Pixxarfilme zu bezeichnen....mit der Meinung glaube ich stehst du eher mit wenigen Anhängern auf einer Seite o.O.

Was den oben beschriebenen Film angeht so habe ich ich ihn nie gesehen bzw. auch nie gzcken wollen. Mir hat der Trailer damals gereicht um zu erkennen, dass dass einfach nicht mein Film ist. Die Story hat mich nicht gereizt und auch die Aufmachung. Machte mich einfach nicht an. Er wird wohl seine Momente haben aber das genügt mir leider nicht um mich ne Stunde oder länger auf den *rsch zu setzen und mir etwas anzusehen, dass mich nicht wirklich reizt. Na ja, scheine ja nicht viel verpasst bzw. das Ganze richtig eingeschätzt zu haben.
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and our offering tears

5

Donnerstag, 21. Juni 2018, 20:39

Ja, da hast du sicher recht, laut dem Pixar-Einspielergebnis-Ranking hat der Film den meisten Leuten wohl zugesagt.



Aber das stört mich nicht, ist und bleibt ja eh immer Geschmackssache. Und manchmal deckt
sich der Geschmack mit dem der breiten Masse und manchmal eben nicht. Ist ja nomal. ≧◡≦

6

Donnerstag, 21. Juni 2018, 21:56

Also wie kann man Nemo denn nicht mögen? Aber ja stimmt, da kennt wohl jeder paar Beispiele, bei denen man fast meint, man ist der einzige, der das nicht mag...

Bei dem Alles steht Kopf find ichs total interessant, wie der beurteilt wird. Bei Filmkritiken kann man ja eh sagen, dass sie vor allem viel über den Kritiker selbst aussagt. Aber irgendwie fällt mir das bei diesem hier besonders auf. Vielleicht ja, weil es direkt über Gefühle geht und da die Reaktionen offensichtlicher sind. Also darum freu ich mich über eure Urteile, auch wenn sie ziemlich schlecht über den Film sind, den ich dagegen sehr mag..

7

Samstag, 23. Juni 2018, 17:32

Da gibt es mehrere Gründe.

Zum einen brauche ich, um einen Film zu mögen, immer mindestens einen Chara, mit dem ich irgendwie sympathisieren kann. Ich mache diesbezüglich immer den Grabstein-Test.
Soll heißen, ich stelle mir selbst die Frage, „Würde es dir leid tun, wenn Chara XY stirbt?“.

Bei Nemo und Marlin war die Antwort eher so… meh. Hätte mich nicht wirklich berührt.
Und Dories Ableben hätte ich ehrlich gesagt sogar gefeiert. So ein nervtötendes Vieh und für mich auch der größte Kritikpunkt an diesem Film. Wär’s jetzt ein Nebenchara gewesen, okay, meinetwegen. Ein gewisses Maß an Nervtötern kann ich ertragen, aber Dorie ist ja leider ein Hauptchara und im ganzen Film präsent. Grauenhaft.

Und das dann noch in Kombi mit dieser grottenschlechten, deutschen Synchro, für die man haufenweise B- und C-Promis zusammengekratzt hat. Was soll dieser Quatsch eigentlich immer?
Christian Tramitz macht zwar einen guten Job, aber der hat ja auch schon in den 80ern synchronisiert, ist diesbezüglich also nicht grün hinter den Ohren, was man auch hört.
Auf Leute wie Erkan & Stefan und Jean Pütz hätte man aber doch nun wirklich verzichten können, sie lassen den Film wie eine schlechte FanDub klingen. Und von Anke Engelke halte ich als Synchronsprecherin ohnehin nicht viel, sie hat es schon damals bei Tarzan nicht gut hinbekommen und bei Findet Nemo war das nicht anders. Die einzige Rolle, die sie zugegeben drauf hat, ist die Krächzstimme von Marge Simpson, aber das ist imo auch schon alles.

Und ich hoffe, du nimmst es mir nicht krumm, dass ich Alles steht Kopf nicht so gut fand. ;^;
Ich weiß, das kommt immer etwas arschig rüber, wenn sich jemand extra die Mühe macht, einen Thread zu erstellen, zu nem Topic, das er mag und dann kommen andere Leute und kloppen erstmal ein „Nee, find ich blöd“ rein. Das wirkt so undankbar, auch wenn es natürlich nicht so gemeint ist. Ich freue mich, wenn du neue Threads erstellst, dann kommt mal bissl Leben außerhalb des Figuren-Bereichs in die Bude. :D

8

Sonntag, 24. Juni 2018, 10:13

@Sephi:

Okay, was Dori angeht so muss ich dir etwas zustimmen. Die mochte ich im ersten Teil nicht sonderlich und das der zweite Teil von Findet Nemo nun den Fokus stark auf sie und ihre Vergangenheit gelegt hat, passte mir dann auch nicht. Deswegen mag ich den zweiten Teil auch eher weniger. Der hat natürlich auch so seine Momente aber zu einem Kauf hat es bisher nicht gereicht und ich glaube den Film brauche ich auch nicht in meiner Sammlung. Erstaunlich, dass just Teil zwei auf dem Ranking weiter oben ist als Teil 1. Ich fand Teil 2 hat da eher geschwächelt.

Und Toy Stoty auf Platz 1? Himmel! Ich meine, nicht das es mich verwundert. war ja irgendwie klar aber die Toy Story Reihe ist absolut nicht meins.
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9

Sonntag, 24. Juni 2018, 19:41

@SA: Danke, das freut mich. Ne, ich nehm es dir nicht krumm, dass du den nicht magst. Ich hab es auch wirklich ernst gemeint, dass ich die Kritiken egal ob positiv oder negativ gerade am Alles steht Kopf interessant finde. Ne, es ist schön, dass Antworten kommen, das allein freut mich und die greifen ja mich nicht an, also empfinde ich es auch nicht als undankbar. Das ist schon völlig ok. Es gibt halt unterschiedliche Geschmäcker und hier ist auch keiner überheblich oder keiner dabei, der seine Ansicht als absolute Wahrheit hinstellen will, also kein Grund, sich aufzuregen. Da ich auch gern Arthouse anschaue oder auch einige Hollywoodproduktionen, die aber durch den Dreck gezogen werden, bin ich das sowieso gewohnt, dass Filme, die ich toll find, andere wie auch immer Scheiße finden...

Ja, ich sag eh immer, die Filme, zu denen ich einen persönlichen Bezug herstellen kann, die mag ich auch am liebsten und das geht eigentlich allen unbewusst so, würd ich mal behaupten. Ne, so ein Grabsteintest ist mir jetzt ganz neu, ich weiß auch garnicht, ob ich den für mich eigentlich bräuchte..

Also den Findet Dorie und Toy Story 3 hab ich beide noch nicht gesehen. Wobei ich auch nur den Toy Story 3 gern mal sehen würde, weil Toy Story mocht ich schon sehr und der 2. Teil hat mir auch gefallen. Ich finde Dorie zwar jetzt auch nicht so nervig, wie ihr sie findet, aber ich fand sie auch nicht so interessant, dass ich mir den anschauen mag. Hab auch gehört, dass es bisschen um Rassismus oder Einwanderung oder irgendwie sowas gehen soll, aber auch das hat mich bisher ned überzeugt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »BenChi« (24. Juni 2018, 19:51)


Nanjoukun

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10

Freitag, 6. Juli 2018, 19:22

So, dann mal zur Film "Alles steht Kopf" er befindet sich in meiner Disney/Pixar sammlung und ich fand ihn ganz okay. Fand es ganz gut gemacht, wie sie durch den Film den Beginn einer Depression angedeutet haben.
Fand es allgmein ziemlich interessant wie Gefühle gesteuert werden bzw. wenn man darüber nachdenkt, dass viel wahres dran ist und es regt zum nachdenken an.
Mir sind viele Sachen erst beim zweiten oder dritten mal gucken aufgefallen, allerdings kann ich verstehen, dass die Meinungen so auseinander gehen.

Zu der anderen Diskussion hier... Ich liebe Nemo. Aber findet Dori fand ich mittelmäßig, vielleicht ist das sogar der meiner Meinung nach schlechteste...
Toy Story ist so ne Sache... als Kind fand ich die ganz toll, habe sie auch in der Sammlung, habe sie aber schon lange nicht mehr gesehen, um dazu noch eine genaue Meinung zu haben.
äh, warte Findet Dori soll um Rasissmus gehen? Da hab ich wohl was verpasst xD Mir wäre nichts aufgefallen.

11

Samstag, 7. Juli 2018, 04:18

Ja, da ging es mir genauso, dass mir manches erst beim zweiten oder dritten mal aufgefallen ist. Den kann man wirklich öfter schauen, um ihn anders zu sehen.

Achso kein Rassismus... na dann war es wohl irgendwas anderes. Es wurde halt gelästert, dass es etwas ironisch war, dass Trump mit Anhang den Findet Dori zur Einweihung im Heimkino vom Weißen Haus angeschaut hatte...